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Uraufführung

"Treibeis"

Schauspiel von Tanjana Tsouvelis

Besetzung:
Junia - Louise Seifert
Adam - Dirk Schülke
Miko - Axel Röhrle

Dramaturgie: Katharina Fial
Ausstattung: Hanna Zimmermann
Regie: Eva Jankowski

 

Premiere am 19.10. 2007
weitere Vorstellungen am 20./ 21. und 25./ 26./ 27./ 28.10. 2007
jeweils um 20.00 Uhr im Stadtbad Oderberger Srasse 57-59

Kartentelefon: 448 60 00
Eintritt: 12,00 / 10,00 Euro

Emotionen auf Eis

Wie in einem Eismeer fühlt sie sich, sagt Junia einmal. Wie ein Stück Eis, das am Leben vorbeitreibt. Oder das Leben an ihr, aber was macht das schon für einen Unterschied. Junia, die Mitdreißigerin, scheint gefangen und isoliert in diesem Eismeer. Für ihren Mann Adam hat sie nur noch Vorwürfe und Forderungen übrig; er für sie Unverständnis und Abwehr. Zumindest oberflächlich. Tiefer lassen die beiden keine Einblicke mehr zu, sich selbst nicht und dem anderen auch nicht.
Es ist ein Plot, der in einer Beziehungskatastrophe enden könnte. Tauchte da nicht Miko auf. Der jüngere Mann ist voller Bewunderung und Verständnis für Junia. Doch ihre heftige Affäre endet abrupt, als Junia schwanger wird und Miko sich aus der Verantwortung stiehlt.

"Treibeis" ist das zweite Stück der Autorin Tanjana Tsouvelis, die mit ihrem Erstling "Olive-Generationen" 2003 einen Überraschungserfolg beim Stückewettbewerb des Berliner Theatertreffens feierte. Kunstvoll verwebt Tsouvelis in "Treibeis" die Psychogramme dreier Menschen. In der Uraufführung von Regisseurin Eva Jankowski werden die Innenwelten der drei Figuren sichtbar. Sie offenbaren ihr Unvermögen, mit ihren Emotionen zu leben. Das Stadtbad Oderberger wird zum Projektionsraum unbehauster Menschen; jeder von ihnen auf der Suche nach Wärme, Geborgenheit. Jeder von ihnen hat dafür einen anderen Lebensentwurf. Jeder mit dem Potenzial zwischen Utopie und Scheitern.

"Treibeis" ist die letzte Theatervorstellung im Stadtbad Oderberger Straße, bevor das Gebäude von der Stiftung Denkmalschutz Berlin saniert wird.

Die Autorin:
Tanjana Tsouvelis, Jahrgang 1966, arbeitet als Schauspielerin, Autorin und Filmemacherin und lebt in Berlin und Athen. Sie studierte an der HdK Szenisches Schreiben. Ihr erfolgreicher Erstling "Olive- Generation" wurde in Magdeburg uraufgeführt.

Die Regisseurin:
Eva Jankowski, Jahrgang 1968, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Sie lebt als freischaffende Regisseurin in Berlin, gehört zum Betreiberteam des Stadtbads, der Genossenschaft Stadtbad Oderberger Straße, und arbeitet deutschlandweit.

··> Einladung


 


Trockenschwimmer-Festival im Stadtbad Oderberger Straße

von Das Festival beginnt
am 6. September 2007, um 18 Uhr
im Stadtbad Oderberger Straße,

Die Idee

Das Stadtbad Oderberger wird saniert.
In absehbarer Zeit.
Badegäste ziehen wieder ein.
Die Kunst muss ausziehen.
Auf unabsehbare Zeit.

Das Stadtbad Oderberger Straße ist eines der faszinierendsten Gebäude in Berlin. 1902 eröffnet und bis zu seiner Schließung 1986 war es ein Mittelpunkt im Prenzlauer Berg. Es diente nicht nur als Vergnügungsbad, sondern ebenso als Dusch- und Bademöglichkeit für die Menschen, deren Wohnungen noch nicht mit sanitären Anlagen ausgestattet waren. Auch heute noch ist das Stadtbad vielen Berlinern ein Begriff. Über 100 Jahre ist hier Geschichte passiert. Besonders beeindruckend sind die persönlichen Geschichten der Menschen, die hier gebadet, gearbeitet und gelebt haben. Das Trockenschwimmer-Festival erzählt die Geschichten und die Geschichte des Bades und des Prenzlauer Bergs. Es bringt frühere Einwohner zurück an die Stätte ihrer Jugend und zeigt neu Zugezogenen die spannenden Begebenheiten vergangener Jahre. Zusammen schauen sie auf das, was entstehen wird. So findet im Stadtbad Oderberger Strasse vom 6. bis zum 9. September 2007 die Begegnung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft statt. An einem Ort, der genau diese Schnittstelle repräsentiert und damit zum Generationen übergreifenden Ereignis wird.

Das künstlerische Konzept

Das Festival wird am Donnerstag dem 6.09.2007 um 18 Uhr mit der Ausstellung "Assoziationsräume zu Geschichten aus dem Volksbad" offiziell eröffnet. In dem weiträumig angelegten Schwimmhallenbereich wird anhand von Fotografien, Dokumenten aus den Archiven des Stadtbades, Filmen und Berichten ehemaliger Mitarbeiter und Badegäste die Geschichte des Stadtbads rekonstruiert. In der Ausstellung sollen die Besucher auch durch Assoziationen an sonst unzugänglichen Orten des Gebäudes die Geschichten des Bades ganz persönlich erleben. Zeitzeugen haben ihre Erinnerungen und zahlreiche Zeugnisse zur Verfügung gestellt.

An jedem Veranstaltungstag wird es zwei Theateraufführungen in den ehemaligen Wannenbädern des Stadtbades geben. 20 Autoren, unter ihnen Manfred Karge, Oliver Schmaering und Katharina Schlender, haben für diesen Anlass Geschichten, Dramen, Briefe und Gedichte verfasst. 25 Schauspieler spielen diese kurzen Texte in den Kabinen parallel. Die Zuschauer - jeweils zwei pro Kabine - wechseln nach jeder Geschichte die Kabine und haben so am Ende des Parcours 20 unterschiedliche kleine Geschichten erlebt. Die Texte stammen von Autoren, die alle eine Beziehung zum Stadtbad haben. Einige haben dort Schwimmen gelernt, andere sind auf die kulturellen Veranstaltungen der letzten Jahre gegangen. So entsteht ein Kaleidoskop aus unterschiedlichen Texten, die alle um das Thema "Baden" kreisen. Dabei bekommt der Zuschauer in der intimen Situation der Kabine nicht nur unterschiedliche künstlerische Umsetzungen zu sehen, er wird als Voyeur der Badenden selber Teil des Geschehens.

Unter der musikalischen Leitung des Komponisten Michael Gross ist täglich ein musikalisches Programm zu erleben, welches unter anderem zwei Raumexperimente in der großen Schwimmhalle mit Stücken von John Cage und Bernd Tewes präsentiert. Ausserdem werden am Wochenende eine Jazz- und eine Rockband im großen Umkleideraum aufspielen. Am 9. September endet das Festival mit einem Abschlusskonzert und einem Abschiedsfest.

Zusätzlich wird es stündlich Führungen durch das Haus und den Heizungskeller geben. Eine Podiumsdiskussionen mit dem Titel "Geht das Stadtbad baden? - Die Sanierung eines Denkmals" wird das Programm bereichern. Die Klanginstallation "Klingeln" von Michael Gross wird täglich in den Wannenbädern zu hören sein. Am Sonntagvormittag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung bei Frühstück und klassischer Musik zu erleben.

Weitere Informationen können auf unserer Website www.trockenschwimmer.com abgerufen werden.
Für Interviews stehen Ensemble und Team gern zur Verfügung. Natürlich können Sie uns auch bei den Vorbereitungen besuchen. Wir laden Sie herzlich ein, bereits am 5.09.2007 jeweils um 19 und um 21 Uhr zur Voraufführung der Badewannengeschichten zu kommen.

Das Programm im Einzelnen finden Sie hier auf der Seite ·· > Aktuelles.

   

produktion24 präsentiert

Mainstream

von David Greig

Premiere am 12.04.07, 20:00 Uhr

weitere Aufführungen:
13. / 14. / 15.04.07
jeweils 20:00 Uhr

mit:
Corinna Borchert, Andrea Hintermaier, Christian Lehmann, Stefan Plepp

Regie: Stefanie Döhle
Bühnenbild: Annett Hunger
Produktion: Birthe Boeckel

Mehr Infos unter www.produktion24.de

Macht und Ohnmacht im Mainstream

Produktion24 zeigt David Greigs "Mainstream" ab 12. April im Stadtbad Oderberger

Die Versuchsanordnung ist einfach: Vier Paare, vier zwischenmenschliche Begegnungen. Alle auf der Suche nach Nähe und Geborgenheit, alle im Korsett des Business. Wer mehr offenbart, hat mehr zu verlieren.
In David Craigs "Mainstream" treffen diese vier Paare in nahezu klaustrophobischen Momenten aufeinander. Es sind Personalgespräche, in denen jeweils ein Personalberater und ein Firmenangestellter, ein Talentscout, einander umkreisen. Der eine macht nur seinen Job, der andere hat Angst, den seinen zu verlieren. Situationen professioneller Abgeklärtheit wechseln schlaglichtartig mit Situationen purer Erotik und puren Begehrens. Der Druck, den Job zu behalten, der Druck, alles richtig zu machen, explodiert in der Sehnsucht nach Gefühlen für sich selbst und den anderen. Und je länger sie sich kennen, je näher sie sich kommen, umso stärker wird die Machtfrage. Wer dominiert wen?
Der Reiz dieser Versuchsanordnung liegt im Vergleich. Die vier Paare durchleben nahezu adäquate Situationen: Mann mit Mann; Frau gegen Frau; Frau und Mann. Bei welchem Gegenüber fühle ich mich sicherer - beim gleich- oder beim andersgeschlechtlichen? Ist die gleiche Figur mit dem gleichen Leben und dem gleichen Job allein auf Grund ihres Geschlechts einE andereR? Dabei entbehrt Greigs Stück trotz des existenzialistischen Inhalts nicht der Ironie.
Talentscout: "Ich hätte sie niemals unter Country Musik- Mensch abgebucht."
Personalberater: "Unter welchem Typ Mensch hätten Sie mich denn abgebucht?"
Talentscout: "Ich weiß nicht.... bisschen mehr... Mainstream."

   



 

Ausstellung
vom Freitag, d. 20. 10. 06 bis Samstag, d. 28. 10. 06
geöffnet von 15.00 bis 20.00 Uhr

Austtellungseröffnung am Donnerstag, d.. 19. 10. 06, von 18.00 bis 21.00 Uhr

badegäste

Holger Fischkorn
Hans-Jörg Georgi
Auður Jónsdóttir
Bernd Müller
Birgit Ziegert

In der Atmosphäre einer ehemals "ordentlichen"“ Badeanstalt veranstalten fünf KünstlerInnen, die mit verschiedenen Medien und in unterschiedlichen Disziplinen arbeiten, ein absurdes Theater. Der ehrwürdige Bau wird zur Kulisse für die gebetenen "Gäste". Dem historischen Raum wird temporär eine andersartige Seele ins Trockene eingebaut ."badegäste“ ist Reflexion über Träumen und Fliegen. Zwischen Badebecken und Arkadengängen entsteht
ein Spannungsfeld von Angst und Mystik bis hin zu kühnen Intermezzi des Rätselhaften. Es wird sorgfältig darauf geachtet, die charmante Badeanstalt sensibel zu beseelen, die lichte Stimmung zu erhalten, quasi "ordentlich" zu belassen.

Kuratorin Anja Trudel

In Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Stadtbad Oderbergerstraße und dem Atelier Goldstein, www.atelier-goldstein.de

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und die Aktion Mensch.

Die Ausstellung findet statt im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals No Limits, 18.10. -28.10.2006, www.no-limits-festival.de

Eintritt frei


Es gibt wieder einen KACHELkLUB


Weitere Infos unter www.kachelklub-berlin.de


Ab dem 9.6. hilft nur beten

Fernab des Fußall-Mainstreams wird die WM-Lounge dem Fußballgott ein würdiger Tempel sein. Im Stadtbad Oderberger Straße werden alle Spiele in entspannt loungiger Atmosphäre übertragen. Das Becken wird zum Spielfeld, von dem aus ihr bei einem kühlen Drink die Weltmeisterschaft geniessen könnt. Vor und nach den Spielen geben DJs den Ton an und für das leibliche Wohl sorgt das Barbeque im Hof. Geöffnet wird täglich eine Stunde vor Beginn des ersten Spiels. An Samstagen entspannen wir uns beim Clubabend vom Fußball und an den spielfreien Tagen bieten wir euch Lesungen, Diskussionen und Konzerte.

Mehr dazu auf der Seite www.wm-lounge.com

mehr zur WM-Lounge auf der Seite

Ausstellung der Künstlergruppe MESHULASH: EDEN SUCHT EDEN


 
Ronnie Golz, Das jüdische Paradies,
Installation mit Honigtöpfen und Milchkartons auf Holz, 2006

Dauer der Ausstellung: 5.– 28. Mai 2006
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 19h
Eintritt: 4 €/ ermäßigt 2 €
im Stadtbad Oderberger Straße

Es stellen aus:
Salean Maiwald
Anna Adam
Gabriel Heimler
Norma Drimmer
Sigurd Wendland
Ronnie Golz
Lisa Doveri


 
Gabriel Heimler, 'Engel',
Teil einer Bodenarbeit/ Installation mit goldener Leiter, Öl auf Leinwand, 2006

Seit 1993 zeigt und produziert die überwiegend aus jüdischen Künstlern bestehende Gruppe MESHULASH aktuelle und sich stets in politische und gesellschaftliche Zusammenhänge einbindende Ausstellungen, Kunstaktionen oder Happenings.
Der Austausch mit einer Stadt, deren kosmopolitischer Ausstrahlung in den 30er Jahren der Garaus gemacht wurde, die selbstbewusste Anknüpfung an eine präsente, jüdische Kultur in Berlin sowie die Interpretation von Kunst als Teil der Geschichte steht für sie im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung.
Unterschiedliche kulturelle Prägungen sowie verschiedenste Medien – Malerei, Installation, Fotografie, Collage, Comic, Skulptur – bilden den Hintergrund für eine pluralistische Perspektive, mit der MESHULASH sich mit Mitteln der Kunst innerhalb der Gesellschaft positioniert.


 
Sigurd Wendland, 'Eden',
Öl auf Leinwand, 2006

Die aktuelle Ausstellung EDEN SUCHT EDEN thematisiert ein zeittypisches Moment der Sucht nach dem 'Paradiesischen', dessen Vorstellung verführen, binden und süchtig machen kann.
EDEN kann so im Sinne des 'Garten Eden' die rauschhafte Suche nach dem Glück sein, gleichzeitig ist 'Suche' aber im forschenden Sinne gemeint: ein Anfang, ein Stück Erkenntnis, vor dem Bewusstsein liegend.

Mit diesem Leitmotiv bewaffnet, bewegt sich etwa Ronnie Golz' drastisch-ironische Installation eines skizzierten Staates Israel, der von Milch und Honig-Behältern eingegrenzt wird und einen fröhlich leuchtenden Lego-Tempel birgt; Gabriel Heimlers Engel liegt unter einer Leiter, während Sigurd Wendlands Figuren sich köstlich um die ikonografischen Embleme des Konsumglücks winden. Salean Maiwalds Collagen spielen poetisch mit dem Tor zum Paradies, Norma Drimmers Videoinstallation entlarvt den Begriff 'Paradies' als Konstrukt, als eine gedankliche Baustelle, so wie Lisa Doveris Comic-Strip eine 'katholisch' anmutende Kamerafahrt durch den Garten Eden zeigt. Schließlich zeigen die poppigen Portraits von Anna Adam in ihrer Mitte eine technisch äußerst aufwändig holografierte Figur, die im Überdruss der Reize buchstäblich 'zu schwimmen' scheint.


 
Lisa Doveri, 'sin's sons sans sense',
Comic-Filmrolle, 2006

MESHULASHs Kunst ist erfrischend, gerade durch die offensiven narrativen Strategien der Arbeiten... und sieht sich so ganz bewusst als Gegensatz zum hyper-ästhetisierten oder reduzierten Mainstream. (siehe auch Interview mit Gabriel Heimler und Sigurd Wendland auf www.berlin-art-info.de ;
·· > MESHULASH).


Premiere: am 24.5.06 | 21 Uhr

Peter Weiss: Marat / Sade

Es spielen Studenten des 6. Semesters der Schauspielschule für Theater und Film REDUTA – BERLIN
Regie: Hannes Hametner
Ausstattung: Giovanni de Paulis

Weitere Vorstellungen am 25.,26.,27.05.2006 | 21Uhr
Kartenreservierungen unter hchiron@aol.com

Ankündigung:
42 Jahre nach der Uraufführung von Marat / Sade durch Konrad Swinarski am Berliner Schillertheater hat das Stück nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil: das Aufeinandertreffen der Kontrahenten Jean Paul Marat und dem Marquis de Sade gewinnt vor dem Hintergrund aktueller Studentenunruhen in Frankreich und den Diskussionen um gesellschaftliche Alternativen zum globalen Kapitalismus an Schärfe. Der Marquis de Sade inszeniert in der Badeanstalt des Hospizes zu Charenton, einer Anstalt für Geisteskranke, die Ermordung von Jean Paul Marat. Es spielen die Insassen. Aus dem historischen Datum der Ermordung 13.Juli 1793 wird ein Spiel der Gedanken und Positionen: die Notwendigkeit politischer und sozialer Umwälzungen (Marat) einerseits und der bis zum äußersten geführte Individualismus (de Sade) andererseits stehen sich unversöhnlich gegenüber. Das Drama lebt vom Konflikt dieser beiden konträren Auffassungen und wird noch verschärft durch die Realität der Insassen der Anstalt. Denn die Versprechen der Revolution hat zum Zeitpunkt des Spiels 1813 Napoleon auf andere Weise eingelöst: Europa ist ein Schlachtfeld und in Frankreich hungert man weiter. Aus dem Spiel wird eine Befragung und Mystifizierung der Person Marats, die in der Spielfassung ergänzt wird durch Texte von Heiner Müller, Bertolt Brecht, Antonin Artaud, Andreas Baader, Gudrun Enslin u.A.

Die Inszenierung
unter der Leitung des Berliner Regisseurs Hannes Hametner (www.bildundbuehne.de) entstand als Studioinszenierung an der Berliner Schule für Theater und Film Reduta Berlin, war zum internationalen Schauspielschultreffen in Lodz (Polen) eingeladen und wird im Stadtbad Oderbergerstrasse die Berliner Premiere erleben. Die Inszenierung greift auf Elemente der körperlichen und sprachlichen Arbeitsweise Grotowskis zurück, die an der Reduta Schule gelehrt werden. Zuletzt war von Hannes Hametner in Berlin im Orphtheater die Inszenierung „Zur Blindheit überredete Augen – Hölderlin“ und in Salzburg die Inszenierung „Schöne Neue Welt“ des Berliner Autors Christoph Klimke zu sehen.

   

Es wandelt in Nacht, es wohnt, wie im Orkus,
Ohne Göttliches unser Geschlecht. Ans eigene Treiben
Sind sie geschmiedet allein, und sich in der tosenden Werkstatt
Höret jeglicher nur und viel arbeiten die Wilden
Mit gewaltigem Arm, rastlos, doch immer und immer
Unfruchtbar, wie die Furien, bleibt die Mühe der Armen."

Hölderlin